Flüchtlingszentrum Hamburg

Wir suchen:

Flüchtlingsberater*in (m/w/d) , HH-City

zur Unterstützung unseres Teams.
Zum 01.03.2022 · Vollzeit (39 Std./Woche)

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Das Flüchtlingszentrum Hamburg sucht zum 01. März 2022 eine*n

Flüchtlingsberater*in (m/w/d) in Vollzeit (39 Stunden/Woche)

Das Flüchtlingszentrum bietet für Asylsuchende, Duldungsinhaber*innen, Menschen ohne Papiere und andere Migrant*innen in Hamburg persönliche und umfassende Beratung und hilft bei der individuellen Klärung von Perspektiven. Das Flüchtlingszentrum berät klient*innenzentriert u.a. zu asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen, zum Spracherwerb, zu Arbeit und Qualifizierung, zu Rückkehr sowie – für Menschen ohne Aufenthaltsstatus – zur medizinischen Versorgung und zur Kita-Betreuung. Das Flüchtlingszentrum unterstützt und begleitet die Menschen, die im Rahmen von humanitären Bundesaufnahmeprogrammen Hamburg zugewiesen werden. Als Zentralstelle koordiniert es die Erstorientierungskurse in Hamburg. Träger des Flüchtlingszentrums sind die Hamburger Landesverbände der Arbeiterwohlfahrt und des Deutschen Roten Kreuzes und der Caritasverband für das Erzbistum Hamburg.

Die hier ausgeschriebene Tätigkeit als Flüchtlingsberater*in erfolgt überwiegend in der Perspektivberatung und der Rückkehrberatung des Flüchtlingszentrums.

Wir bieten Ihnen:

… eine sinnstiftende, vielseitige, sehr anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabe. Sie arbeiten in einem sehr engagierten und kollegialen, multikulturellen Team mit. Sie können Möglichkeiten zur Fortbildung und Supervision wahrnehmen. Wir vergüten Ihre Mitarbeit in Anlehnung an den TV-L, nach Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen (s. Entgeltordnung) in der Entgeltgruppe S11b und je nach Qualifikation und Vorerfahrung in der entsprechenden Erfahrungsstufe. Sie erhalten eine Jahressonderzahlung nach TV-L und 30 Tage Urlaub pro Jahr. Sie können ein HVV-Profiticket über uns beziehen.

Die Stelle ist zunächst bis zum 31.12.2022 befristet. Wir sind an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert.

Ihre Aufgaben:

In der Perspektivberatung klären Sie aufenthaltsrechtliche und andere Fragen. In die Beratung kommen Menschen im Asylverfahren oder mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Sie beraten zu allen für diese Gruppen wichtigen asylrechtlichen Fragen wie z.B. Ablauf des Asylverfahrens, Anhörungsvorbereitung, die Vorgaben der Dublin-III-Verordnung und erläutern die Folgen von wichtigen Bescheiden. Darüber hinaus umfasst die aufenthalts- und sozialrechtliche Beratung u.a. die Erörterung von Perspektiven von Menschen mit Duldung oder ungeklärtem Status, Fragen zu Identitätsklärung und Aufenthaltssicherung und die Unterstützung bei Anträgen.

In der Beratung zur Rückkehr verfolgt das Flüchtlingszentrum einen wohlfahrtsverbandlichen Ansatz. Sie beraten interessierte Menschen über die Möglichkeiten und Modalitäten einer Rückkehr in ihr Herkunftsland sowie über die Unterstützungsmöglichkeiten bei der Reintegration. Die Rückkehrberatung umfasst dabei eine bedarfsgerechte individuelle Beratung mit Berücksichtigung der Situation im Heimatland, Hilfen bei der Beschaffung von Reisedokumenten, logistische Hilfen bei der Rückkehr, Inanspruchnahme diverser Förderprogramme, Unterstützung bei der Klärung von fortdauernden Ansprüchen (z.B. Rentenbezug), Kontaktaufnahme zu den Ansprechpartnern der Reintegrationsprogramme vor Ort, Klärung der medizinischen Versorgung im Rückkehrland u.a. Die Rückkehrberatung erfolgt ergebnisoffen: Ziel der Beratung ist nicht, eine bestimmte Entscheidung herbeizuführen. Ratsuchende sind Menschen mit gesichertem Aufenthalt, mit unsicherem Aufenthaltstitel oder ohne gültige Aufenthaltspapiere.

Sie beraten Klient*innen nach der Case-Management-Methode. Dabei gehen Sie auf die individuelle Situation der/des Ratsuchenden ein und unterstützen Ihr*e Klient*in darin, eine Entscheidung unter Abwägung aller für ihn/sie relevanten Aspekte zu treffen. Sie arbeiten häufig mit Menschen, deren soziale Situation sie vor besondere Herausforderungen stellt. Im Team des Flüchtlingszentrums wirken Sie an internen Fallbesprechungen und fachlichen Aktivitäten mit. Sie dokumentieren und erstellen Berichte zur Beratung und arbeiten mit anderen internen Arbeitsbereichen, Fachstellen und Behörden zusammen. Sie nehmen Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit den Arbeitsbereichen wahr.

Ihr Profil:

Sie besitzen einen Hochschulabschluss, z.B. B.A., im Fach Soziale Arbeit oder ein Diplom in Sozialpädagogik bzw. Sozialarbeit (FH) oder eine vergleichbare Hochschul-Qualifikation mit Bezug zum Aufgabenbereich Migration und Integration (diese Qualifikation ist eine unbedingte Voraussetzung für eine Einstellung!). Außerdem bringen Sie gute Kenntnisse in Asyl-, Aufenthalts- und Sozialrecht mit und beherrschen sozialpädagogische Methoden und Verfahren. Sie haben Erfahrung mit flucht- und/oder migrationsspezifischen Aufgaben sowie in der Arbeit mit heterogenen Gruppen, insbesondere Geflüchteten und anderen Migrant*innen. Ihre deutschen Sprachkenntnisse in Wort und Schrift sind sehr gut, Ihre Englischkenntnisse sind mindestens fortgeschritten. Idealerweise bringen Sie Fremdsprachenkenntnisse in anderen in der Migrationsarbeit wichtigen Sprachen mit. Sie haben sehr gute PC- und MS-Office-Anwenderkenntnisse.

Eine erprobte interkulturelle Kompetenz und ein gutes Diversitätsbewusstsein zählen zu Ihren Stärken. Sie besitzen ausgeprägte Sozialkompetenz, ein großes Verantwortungsbewusstsein und diplomatisches Geschick. Ein hohes Maß an Resilienz, Belastbarkeit und die Fähigkeit zu professioneller Abgrenzung sind ebenfalls Teil Ihres Profils. Neben Ihrem Organisationgeschick und Ihrem guten Selbst- und Zeitmanagement sind Sie für eine sorgfältige, strukturierte, systematische, effiziente und zielorientierte Arbeitsweise bekannt. Sie zeichnen sich durch Zuverlässigkeit, Termintreue und Kommunikationsstärke aus.

Fühlen Sie sich angesprochen? 

Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Schwerbehinderte Bewerber (m/w/d) werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

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